Brandenburgs schönste Gärten

Brandenburgs schönste Gärten Foto: Pfarrgarten Saxdorf/Paul Böckelmann

Von Gartenjuwelen und Parkparadiese – das Land hat prächtige grüne Flecken, die die Sinne beflügeln und die Seele streicheln. Wir stellen die schönsten Gärten Brandenburgs vor. 

Ob Schloss-, Guts- oder Kurparks, ob Landschaftsgärten, Barock- oder Bauerngärten – Brandenburg hat von allem etwas zu bieten und zwar reichlich. Brandenburg ist Gartenland. Viele grüne Flecken laden zum Flanieren, zum Riechen und zum Innehalten ein. Wer sich in einem dieser Paradiese bewegt, wird regelrecht beflügelt vom Duft, den Farben und von der von Menschenhand geformten Natur.

In Brandenburg findet man viele solcher Gärten und Parks – große und kleine, bekannte und solche, die als Geheimtipp gelten. Die schönsten Gärten Brandenburgs - im Havelland, im Elbe-Elster-Land oder im Ruppiner Seenland laden zum Spaziergang, Erholen und zum Durchatmen ein.  

 

Open-Air Ausstellung „Paradiesapfel“ im Park Sanssouci

Die Potsdamer Kulturlandschaft mit dem Park Sanssouci, dem Neuen Garten und dem Babelsberger Park befindet sich inmitten der Havelseenkette. Schon die preußischen Könige waren fasziniert von der wald- und seenreichen Natur. Heute gehören große Teile davon zum Welterbe der UNESCO. Herzstück des Gesamtkunstwerkes ist Park Sanssouci. Hier findet in diesem Jahr die Open Air Ausstellung „Paradiesapfel. Park Sanssouci 2014“ statt. Erstmals wird dieser Park mit seinem gesamten Inventar – Pflanzen, Skulpturen, Architekturen – zum Ausstellungsforum. Bis 31. Oktober ist der Park als Bühne fürstlicher Inszenierung, als landschaftlich gestaltetes Kunstwerk und als Nutzgarten mit den Früchten der praktischen Gartenarbeit zu erleben. Öffnungszeiten: täglich 6 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Der Eintritt in den Park ist frei. Wo: Park Sanssouci, Zur Historischen Mühle, 14469 Potsdam. Weitere Infos: www.paradiesapfel-sanssouci.de 

Karl Förster-Staudengarten
Der Staudengarten in Potsdam-Bornim ist zu fast jeder Jahreszeit ein kleines Naturparadies. Man kann Goldfische und Frösche beobachten und vor allem schauen, riechen, träumen. Erst bestimmen Tulpen, im späteren Jahresverlauf Rosen, Mohn und Lilien den terrassenförmig um einen kleinen Teich angelegten Garten. Im Sommer bilden dann die verschiedensten Stauden zwischen Ziergrasbüscheln, Sträuchern und Bäumen hinreißende Farbkompositionen. Der Garten wurde 1910 von dem Staudenzüchter und Gartenphilosophen Karl Foerster (1874-1970) nach dem Vorbild des englischen "Sunken Garden" (Senkgarten) begründet. Öffnungszeit: Von 9 Uhr bis zur Dämmerung. Angeschlossen ist eine sehr umfangreiche Staudenverkaufsgärtnerei.

Weitere Infos: www.foerster-stauden.de 

Gartenkunstwerk mit begrünten Pyramiden im Fürst-Pückler Park Branitz

Der Landschaftspark in Branitz ist Lebens-, Alters- und Meisterwerk des exzentrischen Gartengestalters Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871). Sichtachsen, fein geschwungene Erdmodellierungen, elegant geführte Seen- und Wasserläufe sowie gestaltete Gehölzkompositionen ergeben ein Gartenkunstwerk und –denkmal von internationalem Rang. Die zwei Pyramiden sind das Alleinstellungsmerkmal von Branitz und eine Reminiszenz des Fürsten an seine Orientreise. Pückler errichtete die Pyramiden nicht aus Stein, sondern ließ sie aus Erde aufschütten und begrünen.

Während eines Spaziergangs lässt sich der Park Branitz mit seinen Besonderheiten am besten entdecken. Weitere Höhepunkte des Innenparks sind die Schlossgärtnerei mit den historischen Gewächshäusern, die Parkschmiede und die Gutsökonomie mit dem Besucherzentrum und der Multimediaausstellung. Gondelfahrten führen durch den Park - entlang des Blumensees, Schilfsees und Pyramidensees. Jeden 1. Sonntag von 10 bis 17 Uhr ab Anlegestelle. Beim Gartenfestival Park & Schloss Branitz am 17. und 18.05.2014 dreht sich alles um Gartenkultur, Handwerkskunst, Kulinarisches à la Pückler und Musik. Die Partnerausstellung zur Ersten Brandenburgischen Landesausstellung und Verbundausstellung des Europäischen Parkverbundes Lausitz "Herrschaftszeiten! Adel in der Niederlausitz" im Schloss Branitz findet vom 09.05.-31.10.2014, täglich 10-18 Uhr statt. Wo: Schloss & Park Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus. Weitere Infos: www.pueckler-museum.de

Tempelgarten Neuruppin

Die Fontanestadt Neuruppin liegt 70 km nördlich von Berlin entfernt und hält für Besucher einen Gartenschatz vor den Stadtmauern bereit. Geschmückt mit barocken Sandstein-Plastiken, maurischen Stilelementen inmitten botanischer Besonderheiten – wer den Tempelgarten in Neuruppin besucht, fühlt sich wie im Orient. Seine heutige Gestalt erhielt der Tempelgarten durch die Neuruppiner Kaufmannsfamilie Gentz ab 1853. Der Protagonist arabischer Baukunst, Alexander Genzt entwarf die Villa, das Gärtnerhaus mit stilisierten Minarett, die Eingangstore und Umfassungsmauern samt einer angedeuteten Bastion in orientalischer Form.

1735 schuf sich hier Kronprinz Friedrich, der spätere Friedrich der Große ein Ort für Geselligkeit, zum Musizieren, für Gespräche und für den Anbau von Obst und Gemüse. Heut finden im Tempelgarten in der Sommersaison regelmäßig Konzerte statt. Ein herrliches Open-Air-Erlebnis in einer geheimnisvollen, voller Orient steckenden Parkanlage. Im Tempelgartencafé mit original erhaltener Innenausstellung im orientalischen Stil sitzt man gemütlich bei Kaffee und Kuchen.

Darüber hinaus lohnt ein Spaziergang durch die Geburtsstadt von Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel, deren Spuren unverkennbar überall in der Stadt zu finden sind. Die Neuruppiner Seepromenade eröffnet einen freien Blick auf den Neuruppiner See. Direkt am Ufer des längsten Sees in Brandenburg empfängt das Seehotel Fontane mit angeschlossenem Thermalbad und staatlich anerkannter HEILQUELLE Präventiv- und Aktivurlauber, Entspannungssuchende und Wassersportfreunde.

Tempelgarten-Öffnungszeiten: Apr bis Okt 9 – 20 Uhr, Nov bis März 9 – 17 Uhr , Der Eintritt ist frei. Wo: Tempelgarten, Präsidentenstr. 64, 16816 Neuruppin. Weitere Infos: www.tempelgarten.de 

Picknick im Schaugarten Schwante

Schwante – ein Ortsteil der Gemeinde Oberkrämer liegt im Ruppiner Seenland. Hier gibt es einen für viele noch unbekannten, privat angelegten Garten, der die größte Lotusblütenzucht für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Ein echter Geheimtipp für Gartenfans. Wer im 90.000 qm großen Schaugarten von Michael Beuthe in Schwante lustwandelt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die italienische Renaissancegartenanlage besteht aus verschiedenen Schaugärten mit Brandenburgs größter Lotuspracht. Buchsbaumrabatten und geschnittene Zypressen vermitteln italienisches Flair. In verschiedenen Teichen wachsen üppig Lotus- und Seerosenpflanzen, die im Juli-August ihre ganze Pracht entfalten. Ein englischer knot-garden mit Lavendeleinfassungen, ein Rosengarten, japanische Gehölze und der Fernblick bis zur Tempelruine machen den Garten zu einem besonderen Kunstwerk. In der Fläche wurde mit großer Präzision das italienische Renaissance Parterre der Villa Gamberaia aus der Nähe von Florenz nachgebaut und in Szene gesetzt.

In diesem Garten darf gepicknickt werden. Die Garteneigentümer laden an verschiedenen Terminen zum Grillen oder zum Lagerfeuer ein. Der Höhepunkt im Jahr ist das Lotusblütenfest, das dann stattfindet, wenn die Lotuspflanzen blühen und die Blicke der Besucher in einem Meer von Lotusblüten versinken. In diesem Jahr rechnet Michael Beuthe Ende Juli damit. Auch Tiere fühlen sich hier wohl. Im Streichelzoo sind Mafiaziegen, Zackel- und Jakobsschafe sowie Lämmer mit tief schwarzem Fell beherbergt. An den Wasserflächen fühlen sich verschiedene Entenarten heimisch.

Öffnungszeiten: April bis Oktober, immer Samstag/Sonntag und an Feiertagen ab 10 Uhr, 4,50 Euro Eintritt, Kinder bis 6 Jahre Eintritt frei, Wo: Gartenweg 56, 16727 Oberkrämer Schwante. Weitere Infos: www.schaugarten-schwante.de 

Beflügelt vom Märkischen Gutspark Klessen

Der Ort inspiriert sagen einige Besucher über den Märkischen Gutspark Klessen. Sie können dem Garten eine gewisse Magie nicht absprechen, wenn man versinkt im Farbenrausch der Stauden aus Narzissen, Allium, historischen Rosen, Paeonien, Dahlien und Astern. Bunte Sommerwiesen wechseln sich mit Rasenbereiche und Hecken aus Taxus, Buxus und Rotbuche ab. Rosengarten, Kräuter- und Naschgarten sowie der Sommerblumengarten bieten ebenso viel Abwechslung und geben dem Garten, der mit seinen exakten Formen an einen englischen Garten erinnert, eine individuelle Ausstrahlung. Überall stehen Bänke und laden Sitzmöglichkeiten unter Pavillons zum

Träumen und Genießen des Pflanzenduftes und von Farbbildern ein. Im alten Obstgarten führen Wege durch die blühende Sommerwiese, der Orangerie- Garten mit den Blumenbeeten und berankter Pergola empfängt Besucher mit italienischem Flair zu einer Kaffeepause. Im Zentrum des Gartens steht das klassizistische märkische Herrenhaus, das als Dreiflügelanlage 1723 erbaut wurde. Herrenhaus und Rittergut waren im Besitz der Familie von Bredow. Heute wird das Gutshaus von der Familie Thiedig betrieben, die Haus und Garten liebevoll instand gesetzt haben. Schloss Klessen ist Veranstaltungsort für die Havelländischen Musikfestspiele. 2015 ist der Märkische Gutsgarten offizieller Außenstandwort der Bundesgartenschau Havelregion. Öffnungszeiten des Gutes samt Café: April bis Sept mittwochs bis sonntags 11 – 17 Uhr, darüber hinaus nach Anmeldung, Eintritt: 3 Euro. Wo: Schloss Klessen, Lindenplatz 1, 14728 Klessen. Weitere Infos: www.schloss-klessen.de   

„Königin der Blume“ im Ostdeutschen Rosengarten

Seit der Antike wird sie als die "Königin der Blumen" verehrt. In der Lausitzstadt Forst gibt es einen ganzen Park nur für sie - die Rose. Der Ostdeutsche Rosengarten ist einer der schönsten Parks in Deutschland. Die Gartenanlage in der Niederlausitz wurde im Jahr 2013 100 Jahre alt. Ein Blumenmeer aus mehreren hundert Rosensorten verzaubert die Sinne. Hier blüht die kleinste Rose der Welt, genauso wie grüne und schwarze Rosen. Ein echter Geheimtipp im Ostdeutschen Rosengarten ist die romantische Nachtführung. Fackelschein taucht die Parkanlage mit ihren Skulpturen und romantischen Wasserspielen in ein besonderes Licht. Ein Muss ist der Pergolenhof aus der Gründerzeit des Parks. Die märchenhafte Kulisse des Säulenhofs mit seinen Kletterrosen sollte ebenfalls nicht versäumt werden.

Nach dem Spaziergang durch den Ostdeutschen Rosengarten lädt das Restaurant & Café Rosenflair zum Rosen-Menü ein. Den Rosen-Sekt sollte man probieren!

Der Ostdeutsche Rosengarten liegt direkt am Oder-Neiße-Radweg sowie am Fürst-Pückler-Weg. Wo: Wehrinselstraße 46, 03149 Forst (Lausitz). Weitere Infos: www.rosengarten-forst.de 

Kurzer Ausflug nach Japan: Bonsaigarten Ferch

Begeht man den japanischen Bonsaigarten in Ferch, tritt sofort eine innere Ruhe ein. Das mag an der Idylle liegen, die der Garten ausstrahlt. Hier treffen japanische Kunst, Kultur und Gartengestaltung aufeinander. Bei einem Spaziergang durch den Wandelgarten, Tee- und Zengarten ist der Alltagsstress vergessen. Harmonisch angelegt sind die japanischen Pflanzen, der Koiteich und das Teehaus. Der Japanische Bonsaigarten vereinigt künstlerische, ästhetische, religiöse und gesellschaftliche Aspekte miteinander, was den Besucher fasziniert und ihn in eine andere Welt eintauchen lässt. Das Teehaus bietet japanische Köstlichkeiten und Tees der besten Anbaugebiete der Welt an. Zum 15. Jubiläum, seit April 2014 präsentiert sich der Garten größer und noch schöner, verspricht der Inhaber Tilo Gragert. Er bietet den Gästen auch Seminare und Lehrgänge an. Öffnungszeiten: April bis Okt Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. Wo: Fercher Str. 61, 14548 Schwielowsee Orteil Ferch. Weitere Infos: www.bonsai-haus.de 

Pfarrgarten Saxdorf

Der Saxdorfer Pfarrgarten im Elbe-Elster-Land, nahe der sächsischen Grenze ist für viele noch ein echter Geheimtipp. Seit über 40 Jahren wird der Saxdorfer Pfarrgarten durch die Künstler Hanspeter Bethke und den Pfarrer Karl-Heinrich Zahn gestaltet. Viele Raritäten wie Bambusse, alte Rosensorten, Kamelien, Kletterpflanzen und seltene Gehölze trugen die Gartenkünstler über die Jahre zusammen. Entstanden ist ein begehbares Gesamtkunstwerk, das sich hinter dem Saxdorfer Pfarrhaus befindet, und sich durch den Lauf der Jahreszeiten ständig verändert. Derzeit dominieren violett farbige Scillas den Garten, die schon bald von der üppigen Blüte der Traubenhyazinthen abgelöst werden.

Dem Charakter eines Pfarrgartens entsprechend, finden sich auch zahlreiche Obstgehölze, darunter Birnen und Beeren im Sortiment. Im Gemüsegarten wachsen Tomaten und Kräuter zusammen mit allerlei Zierblumen. Dies stellt eine zeitgemäße Erweiterung des klassischen Bauerngartens dar. Öffnungszeiten: April bis Mitte Okt Mittwoch, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr sowie in Verbindung mit Konzerten, die dort veranstaltet werden. Eintritt: 3 Euro. Wo: Hauptstraße 5, 04895 Saxdorf. Weitere Infos: www.saxdorf.de/garten 

Weitere Infos: www.reiseland-brandenburg.de www.gartenland-brandenburg.de

Nach oben

Weitere Informationen

Kontakt

ella VERLAG - Elke Latuperisa e. K. - Emil-Hoffmann-Straße 55-59 · 50996 Köln

  • Tel. +49 (0)22 36 / 84 88-0
  • Fax +49 (0)22 36 / 84 88 24
  • Mail  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Redaktion: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Twitter