Brandenburg: Radfahrers Liebling

Brandenburg: Radfahrers Liebling Foto: TMB-Fotoarchiv/Steyer

3.000 Seen und 33.000 km Fließgewässer. Brandenburg ist wasserreich. Das Land gehört zu den binnenwasserreichsten Regionen Deutschlands, die vom Wasser aus während eines Bootsurlaubes, eines Floßausfluges oder einer Kanutour erkundet werden kann. In Brandenburg lässt sich die Wasserlandschaft auch beim Radeln entdecken. An den Seen und Flüssen führen Radfernwege und regionale Routen entlang. Die flache Landschaft bietet ideale Bedingungen für Radfahrer. Nicht umsonst ist Brandenburg laut ADFC Reiseanalyse auf dem 2. Platz der beliebtesten Radreisedestinationen Deutschlands.

Die beliebtesten Radwege in Brandenburg sind die, die am Fluss entlang führen. Darunter besonders bevorzugt sind die Radfernwege wie der "Oder-Neiße-Radweg" entlang der deutsch-polnischen Grenze durch den Nationalpark "Unteres Odertal", der "Havelradweg“ entlang der Havelflusslandschaft sowie der "Spreeradweg" mitten durch die dichten Fließe des Unesco-Biosphärenreservats Spreewald und der "Elberadweg“, der durch die Prignitz führt.

 

Oder-Neiße-Radweg

Er ist Deutschlands östlichster Radweg, der entlang der Flüsse Oder und Neiße sowie an der deutsch-polnischen Grenze und durch drei Bundesländer führt. Als Wegbezeichnung dient das grüne Dreieck „Oder-Neiße“. Von der Neißequelle zur Ostsee sind es etwa 630 Kilometer. Durch Brandenburg verlaufen 282 Kilometer, die vom ADFC mit vier Sternen zertifiziert wurden. Natur und Kultur liegen hier am Wegesrand nah beieinander. Radler treffen auf Städte großer Vergangenheit und europäischer Zukunft. In Forst lohnt sich ein Abstecher in den Ostdeutschen Rosengarten oder in das Brandenburgische Textilmuseum. Kurz hinter Guben, in Ratzdorf mündet die Neiße in die Oder. Auf der weiteren Strecke liegt Neuzelle mit dem Barockwunder Brandenburgs, der Stiftskirche St. Marien, dem Ziesterzienserkloster und dem Klostergarten. Ruhig und weit fließt die Oder nach Norden, vorbei an der Grenzstadt Frankfurt (Oder). Hinter ihr liegt das Oderbruch mit einer wenig besiedelten Landschaft zur Freude der Naturliebhaber. In Groß Neuendorf lohnt eine Pause im Kulturhafen an der Oder. Das Denkmalensemble mit dem Verladeturm und den Bahnwaggons bieten ein Turmcafé und Übernachtungsmöglichkeiten. Einen weiten Blick auf die Oder und auf Polen ermöglicht die ehemalige Förderbrücke Ost. Weiter führt die Streckenführung auf dem Oder-Neiße-Radweg nach Schwedt, bevor er dann durch Mecklenburg Vorpommern führt und an der Ostsee endet. www.oder-neisse-radweg.de 

Havelradweg

Einer der schönsten Flussradwege ist der Havelradweg, der von der Mecklenburgischen Seenplatte an die Elbe führt. Der Großteil des über 300 Kilometer langes Flusslaufes liegt in Brandenburg. Der Havel-Radweg verläuft entlang der Havel von Fürstenberg/Havel über Zehdenick, Liebenwalde, Oranienburg bis Berlin Spandau, und weiter nach Potsdam. Hier gleicht die Tour einer Entdeckungsfahrt durch Preußens Landschaft und Kulturerbe. Ab Potsdam ist der Fluss eine Kette ineinander übergehender Seen. Preußische Könige haben hier einst ihre Schlösser, Gärten und Parkanlagen direkt an den Havelufern errichtet. Ob Heilandskirche Sacrow, Marmorpalais oder Schloss Babelsberg – das Unesco-Welterbe sind Sehenswürdigkeiten am Wasser. Unweit von Potsdam und am Havelradweg gelegen ist die Blütenstadt Werder (Havel) mit der malerischen, auf einer Havelinsel gelegenen Altstadt. Markenzeichen des Ortes sind die ausgedehnten Obstbaugebieten, die sich jedes Frühjahr in ein traumhaftes Blütenmeer verwandeln.

Weiter geht die Fahrt entlang der Mittleren Havel, wo der Blick auf die Ursprünglichkeit und Schönheit des Havellandes gerichtet ist. Die Stadt Brandenburg an der Havel das dann das nächste geschichtliche und kulturelle Highlight. Hier führt ein ausgeschilderter Stadtrundweg am Dom St. Peter und Paul, am Altstädtischen Rathaus mit dem Roland und vielen anderen wichtigen sehenswerten Bauten vorbei. In Rathenow empfiehlt sich ein Besuch des Bismarckturms, des Optikindustriemuseums und des Optikparks.

www.havelradweg.de, www.havelland-tourismus.de

 

 Spreeradweg

Vom Oberlausitzer Bergland über Spremberg, Cottbus nach Berlin-Köpenick führt der Spreeradweg immer entlang des Flusslaufes der Spree. Der Teil des Spreeradweges, der durch Brandenburg führt ist 196 km lang und vom ADFC mit vier Sternen zertifiziert.

Beginnend in der Lausitzmetropole Cottbus rollt es sich gemütlich durch die Peitzer Teichlandschaft. Hinein in den Zauber des Spreewaldes, wo es mehr Wiesen als Wald gibt. Die Spreewaldorte Burg, Lübbenau und Lübben bieten Kahnpartien in Traditionskähnen auf den Fließen kreuz und quer durch die mystisch anmutende Region. Eine schöne Gelegenheit für einen Abstecher. Radwanderer erreichen Beeskow nachdem sie den Spreewald hinter sich gelassen haben. Nach einem Bummel durch den historischen Stadtkern von Beeskow geht die Tour weiter zwischen Spree und Oder-Spree-Kanal zur Kersdorfer Schleuse. Über die Domstadt Fürstenwalde und Erkner ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Berlin.

www.spreeradweg.de

 

Elberadweg

Auf dem Elberadweg in der Prignitz geht es entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, an einem der schönsten Ströme Europas. Im Norden Brandenburgs führt er 90 km durch die Prignitz – immer auf dem Elbdeich dem Flusslauf folgend durch das UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Hier rasten zahlreiche Vogelarten auf ihrem Weg nach Süden. Das Europäische Storchenstadt Rühstedt liegt direkt an der Strecke. Hier können die Störche beim Brüten beobachtet werden. Im Biosphärenreservat findet sich die größte Storchenpopulation in Deutschland. Während der Weiterfahrt, durchquert man einige Prignitzer Dörfer mit Backsteinkirchen und Fachwerkhäusern. Eine besondere Szenerie bieten der Auwald und die parkartige Weidelandschaft. In Lenzen an der Elbe beschreiben zwei Türme die Geschichte der Region eindrücklich. Der Turm der Burg Lenzen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er bietet einen phänomenalen Blick über die Flusslandschaft an der Elbe. Nur einen Kilometer entfernt steht an der ehemaligen Grenze noch ein Wachturm. Von hier haben die Radler heute einen faszinierenden Blick über die Elbtalaue nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und sogar bis Mecklenburg-Vorpommern.

Im Südwesten Brandenburgs führt der Elberadweg u.a. in die historische Stadt Mühlberg, in der eine Besichtigung der Zisterzienser-Klosteranlage besonders zu empfehlen ist. www.elberadweg.de 

Bei der Qualität der Radwege nimmt Brandenburg eine Spitzenposition ein. Durch kein anderes Bundesland verlaufen mehr vom ADFC zertifizierte Radfernwege. Auch die touristischen Anbieter des Landes haben sich mit ihrem Service-, Gastronomie- und Übernachtungsangebot auf die Radfahrer eingestellt. Mehr als 400 "Bett & Bike"-Unterkünfte machen die Brandenburger zu besonders radfahrerfreundlichen Gastgebern.

Eine gute Übersicht über Radfernwege und regionale Routen des Landes sowie Sehenswürdigkeiten und Services an den Strecken gibt die Radkarte Brandenburg, die beim TMB Informations- und Vermittlungsservice, Tel. 0331/2004747, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, kostenfrei bestellt werden kann.

Weitere Infos: www.reiseland-brandenburg.de

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