Immer den Ziegen nach

Immer den Ziegen nach Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wer im Oderbruch unterwegs ist, dem kann es passieren, dass er Mirko Zimmermann und seinen Pfauenziegen begegnet. In der Schweiz hat Mirko Zimmermann die Tiere zum ersten Mal gesehen und sofort gewusst: „Die passen auch ins Oderbruch." In den Alpen tragen die Pfauenziegen, die größte europäische Ziegenrasse, auch Lasten auf die Almen.


Eine Tour führt von der alten Fachwerkkirche in Altwustrow nach Neulietzegöricke, das älteste Kolonistendorf im Oderbruch. Hier kann man im neuen Kolonisten-Kaffee eine kleine Pause machen. Von dort ist es nur ein Katzensprung in den Nachbarort Zollbrücke und dem Theater am Rand, das mittlerweile immer mehr Kulturliebhaber an die deutsch-polnische Grenze lockt. Mirko Zimmermann kann sich aber auch vorstellen, Gäste in Bad Freienwalde zu begleiten, die dort ihr Turm-Diplom ablegen. Dass bekommt jeder, der alle vier Aussichtstürme in der ältesten Kurstadt Brandenburgs erklimmt. In Altreetz betreibt Mirko Zimmermann außerdem das Café und Restaurant „Zur Alten Bäckerei".

Die Ziegen geben auf der Wanderung das Tempo vor. Eilig sollte man es auf der Tour nicht haben. Bei dem gemächlichen Tempo bleibt genug Zeit zum Fotografieren. Mirko Zimmermann erzählt unterdessen über das Oderbruch, das Friedrich II. einst trocken legen ließ, um Bauern anzusiedeln. Der hochgewachsene Mann ist hier geboren und kennt die Landschaft wie seine Westentasche. Am Anfang hat er die Wanderer noch mit Wanderkarte und den Ziegen alleine losgeschickt. Seit sich die Anrufe orientierungsloser Wanderer jedoch häuften, geht Mirko Zimmermann immer mit. Das hat den Vorteil, dass er viel über das Oderbruch erzählen kann und die Ziegen nicht ausbüxen. Und wer sich besonders beliebt bei den Ziegen machen möchte, der nimmt ein paar Heidelbeeren oder Himbeeren mit.

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