Die Kraniche sind wieder da

Die Kraniche sind wieder da Foto: TMB-Fotoarchiv/Paul Hahn

Jedes Jahr um diese Zeit ist es erneut ein unvergessliches Naturerlebnis: Mit ihren legendären Trompetenrufen fliegen Tausende von Kranichen in die Seen und Flachwasserbereiche in Brandenburg.

Diese charakteristischen Rufe sollte man in seinem Leben mindestens einmal gehört haben. Besonders viele Vögel können in Linum im Ruppiner Seeland oder in der Bergbaufolgelandschaft in der Luckauer Region beobachtet werden. Mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen sind bereits eifrig am Zählen: In und um Wanninchen herum konnten sie bis Ende August schon rund 2.100 Kraniche, etwa 9.000 Gänse und 19 Silberreiher beobachten. Diese Regionen bieten den Zugvögeln auf ihrer Reise nach Süden ideale Rastplätze.

„Dass sich Ende August, Anfang September schon so viele Kraniche hier in der Region versammelt haben, ist völlig normal", sagt Ralf Donat, Projektleiter von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen. Und täglich werden es mehr auf den Sammel- und Rastplätzen. „Die Zahl der Kraniche wird sich nun wöchentlich steigern, bis wir dann Ende Oktober zwischen 6.000 und 7.000 Kraniche hier in der Luckauer Region haben werden", erklärt Ralf Donat.

Vom 3. September an stellen Mitarbeiter der Heinz Sielmann Stiftung für zwei Monate jeden Mittwoch und Sonnabend Ferngläser bereit und begleiten Besucher bei der Beobachtung, Bestimmung sowie beim Kennenlernen der Zugvögel. Treffpunkt ist im September um 17:30 Uhr und im Oktober um 16:30 Uhr.


Im Heinz Sielmann Naturerlebniszentrum Wanninchen wird zudem eine Ausstellung zu den „Vögeln des Glücks" und anderen seltenen Tieren und Pflanzen zu sehen sein. Darunter sind unter anderem Nahaufnahmen von ihrem Einflug bei Sonnenuntergang, von seltenen Sandlaufkäfer, der Zauneidechse oder einer Rotbauchunke.


In anderen Landesteilen stehen neben den Kranichen auch Graugänse, Kiebitzschwärme, Blessgänse oder Kolben- und Moor-Enten im Mittelpunkt der Touren. Als Beobachtungsplätze dienen vorwiegend spezielle Aussichtstürme. Im Unteren Odertal treffen sich die Neugierigen aber auch auf dem Kirchturm in Gartz oder auf dem Oderdeich, im Spreewald und in der Märkischen Schweiz direkt an Seeufern und in Lenzen in der Prignitz sogar auf einem ehemaligen Wachturm der Grenztruppen.
Empfohlen werden für die Ausflüge robuste, dunkle Kleidung sowie feste Schuhe. Ein Fernglas und Taschenlampe sollten nach Möglichkeit mitgebracht werden.

Kontakt: Weitere Auskünfte, auch zu den aktuellen Kranichzahlen und zu den Veranstaltungen, erteilt das Natur-Erlebniszentrum Wanninchen. Telefon: 03544. 557755.

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