Weihnachtsmärkte in Polen

Weihnachtsmärkte in Polen Foto: Maciek Nicgorski

In Wrocław (Breslau) sind die Zwerge los, in Kraków (Krakau) wird die schönste Krippe prämiert, in Olsztyn (Allenstein) erwartet ein Eskimodorf die Besucher. So vielfältig wie die Städte Polens sind auch die Weihnachtsmärkte. Diese erfreuen sich im Nachbarland wachsender Beliebtheit bei in- und ausländischen Besuchern und jedes Jahr wächst das Angebot.


Ein Fest für alle Sinne findet vom 21. November bis 22. Dezember in der Altstadt von Breslau statt. Rund um den Rynek (Marktplatz) und in der Einkaufsmeile ul. Świdnicka ist alles auf Weihnachten eingestellt. Die Kleinsten können sich auf neue Figureninstallationen im Märchenwald freuen, für Fotoshootings bieten sich eine riesige Schneekugel und das Pilzhaus der Zwerge an. Der nördliche Abschnitt des Marktplatzes ist in diesem Jahr ganz den Gaumenfreuden gewidmet. Besucher erwartet dort eine kulinarische Weltreise – von türkischer Baklava über Kaffee und Tee aus Ceylon bis hin zu polnischen Spezialitäten wie gebackenem Schafskäse mit Moosbeerenmarmelade.

Besondere Highlights sind in diesem Jahr der Feuerumzug der Elfen am 30. November, die Ankunft von St. Nikolaus und das Entzünden des Breslauer Weihnachtsbaumes am 5. Dezember sowie die große Nikolausparade am 6. Dezember. Frostig wird es, wenn Eisbildhauer am 13. Dezember den Schlitten des Weihnachtsmannes aus Eis fertigen und sich die Eiskönigin am 14. Dezember mit einer großen Parade die Ehre gibt. Klassische polnische Weihnachtslieder erklingen am 20. Dezember beim großen Konzert der Breslauer Sängergruppen.

Wer noch ein passendes Geschenk sucht, wird an einem der hölzernen Verkaufsstände fündig. Polnische Keramik und Weihnachtskugeln sind dort ebenso vertreten wie nepalesische Patchworktextilien oder Kosmetika aus Ägypten und Jordanien. Leitmotiv des Breslauer Weihnachtsmarktes sind die Zwerge, die Wahrzeichen der Stadt. Sie werden auf dem Marktplatz lebendig und begrüßen die Besucher. Besonders beliebt ist der Geschenkezwerg „Prezentuś" – wer seine Kappe dreimal berührt, dessen Wünsche sollen in Erfüllung gehen. (www.jarmarkbozonarodzeniowy.com)

Vom 28. November bis 6. Januar lockt die polnische Hauptstadt Warszawa (Warschau) mit einem ganz besonderen Weihnachtsmarkt. Rund 80 Stände warten auf Besucher der mittelalterlichen Stadtbefestigung Barbakane. Der rekonstruierte Teil des Mauerringes um die Altstadt wird dann fest in der Hand von Kunsthandwerkern aus Polen und anderen Ländern sein. Vor allem historische Techniken werden zu sehen sein. Geboten wird zudem ein umfangreiches Kultur- und Kinderprogramm. (www.barbakanrzemioslemzdobiony.pl)

Vom 22. November bis 22. Dezember wird es auch auf dem pl. Wilsona, unweit der Warschauer Zitadelle, wieder weihnachtlich zugehen. An 26 zünftigen Ständen bieten Händler und Künstler aus Polen, Litauen, Belarus, Kroatien und Israel ihre Waren feil. International geht es auch im Warschauer Einkaufszentrum Blue City zu. Dort findet vom 15. bis 23. Dezember der diesjährige Weihnachtsmarkt statt. In winterlichem Glanz präsentieren sich zudem die großen Shoppingmeilen wie die Straße ul. Nowy Świat mit ihren Luxusläden. (www.jarmarkbozonarodzeniowy.org)

Zum sechsten ermländischen Weihnachtsmarkt lädt die nordostpolnische Stadt Olsztyn ein. Vom 11. bis 14. Dezember wird die historische Altstadt von Allenstein in modern-feierlichen Glanz gehüllt werden. Zu den Höhepunkten zählt der Besuch des Weihnachtsmannes, der sich aus der finnisch-samischen Partnerstadt Rovaniemi mit seinen Rentieren auf den Weg ins Ermland macht. Beliebt bei Groß und Klein ist der „Rennende Wolf", ein masurischer Hundezüchter, der mit seinen Schlittenhunden Gäste im Eskimodorf empfängt. Die Eisskulpturenlandschaft auf dem Targ Rybny (Fischmarkt) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der „Geschenkefabrik des Weihnachtsmannes". Neben Elfen, Zwergen und Rentieren darf die Eisrutsche für die jüngsten Besucher nicht fehlen. (www.jarmark.olsztyn.eu)

Ein Rentiergehege mit lebendiger Krippe können Besucher im Innenhof des herzöglichen Schlosses von Szczecin (Stettin) erleben. Am 6. und 7. Dezember findet dort der Stettiner Weihnachtsmarkt statt. An Holzständen werden allerlei weihnachtliche Waren und Speisen feilgeboten, Bildhauer formen in einer Live-Perfomance die Eiskönigin nebst Thron und die jüngsten Besucher können bei verschiedene Workshops Weihnachtsschmuck basteln oder Lebkuchen bemalen. Darüber hinaus wartet auf die Besucher ein buntes Unterhaltungsprogramm auf dem Hof und im Schloss. (www.zamek.szczecin.pl)

Auch in Białystok, der Hauptstadt der nordöstlichen Woiwodschaft Podlaskie (Podlachien) können sich Besucher auf einen besinnlichen Weihnachtsmarkt freuen. Rund 30 Stände aus Polen und anderen Ländern werden vom 13. bis 23. Dezember vor der stimmungsvollen Kulisse des Marktplatzes rund um das historische Rathaus aufgebaut sein. Sie werden vor allem regionale ostpolnische, litauische, tatarische und belarussische Spezialitäten anbieten. Am 21. Dezember findet zudem ein großes Weihnachtskonzert statt. (www.jarmark-bialystok.pl)

Höhepunkt des ältesten und bekanntesten Weihnachtsmarkt Polens in Krakau ist der Wettbewerb um die schönste Weihnachtskrippe am 5. Dezember. Die Veranstaltung wurde 1937 erstmals organisiert, jedes Jahr nehmen rund 100 Hobby- und Profikünstler daran teil. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Anschluss können die preisgekrönten Werke noch bis Februar in einer Ausstellung im Historischen Museum bewundert werden. Der Weihnachtsmarkt findet rund um die Tuchhallen auf dem Rynek Główny, dem mittelalterlichen Marktplatz, statt. Vom 28. November bis 26. Dezember locken etwa 60 festlich dekorierte Marktstände. Die Besucher erwartet zudem ein weihnachtliches Rahmenprogramm mit Sternsingern, einer Inszenierung der altpolnischen Totenfeier „Dziady" und einer Weihnachtstafel mit den Honoratioren der Stadt. (www.krakow.travel)

Auf dem Schloss und Gutshof von Łomnica (Lomnitz) stellt der alljährlich stattfindende deutsch-polnische Adventsmarkt einen Höhepunkt des Jahres dar. In gediegener Atmosphäre knüpfen die Besitzer Elisabeth und Ulrich von Küster am Rande des Riesengebirges an frühere Traditionen an. An den Wochenenden 29./30. November und 06./07. Dezember erwartet die Besucher der barocken Anlage eine geschmackvolle Mischung aus Weihnachtshandel, Kulturprogramm und Mitmachaktionen. Der Schwerpunkt an den Lomnitzer Marktständen liegt auf regionalem Kunsthandwerk aus Niederschlesien, zu dem vor allem edle Leinenprodukte und Keramik gehören. Auf die jüngeren und jüngsten Besucher warten unter anderem Bastelaktionen und eine Lebkuchenwerkstatt in der gutseigenen Schauküche. (www.palac-lomnica.pl)

In der Hafenstadt Gdańsk (Danzig) werden seit 1989 traditionell am 5. Dezember die Kerzen an einem großen Weihnachtsmarkt auf dem Długi Targ (Langer Markt) im Zentrum der Rechtstadt entzündet. Bis zum 23. Dezember erwarten die Besucher der Ostseemetropole auf dem nahe gelegenen Targ Węglowy (Kohlenmarkt) zahlreiche weihnachtliche Stände und ein buntes Rahmenprogramm (www.gdansk4u.pl)

Vom 12. bis 23. Dezember findet in Toruń (Thorn) der große Weihnachtsmarkt im Herzen des gotischen Stadtzentrums statt. Rund 100 Aussteller werden die Besucher dann mit Leckereien und Kunsthandwerklichem auf den Rynek Staromiejski (Altstädtischen Markt) locken. (www.torun.pl) Weihnachtsmärkte finden darüber hinaus auch in zahlreichen anderen polnischen Mittel- und Großstädten statt, zum Beispiel im niederschlesischen Jelenia Góra (Hirschberg) vom 18. bis 20. Dezember, in Katowice (Kattowitz) vom 3. bis 23. Dezember oder im Kultur- und Einkaufszentrum manufaktura in Łódź (Lodsch) vom 5. bis 23. Dezember. Allgemeine Informationen über Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel

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