Parade der Bergleute in Wałbrzych

Parade der Bergleute in Wałbrzych Foto: POT

Am 4. Dezember feiern Bergleute weltweit den Ehrentag ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara. Auch in Polen gehört die "Barbórka" seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Festen derer, die unter Tage arbeiten. Das Schaubergwerk und Ausstellungszentrum Stara Kopalnia (Altes Bergwerk) im niederschlesischen Wałbrzych (Waldenburg) organisiert anlässlich seines ersten Geburtstages ein großes Festival der Bergbautradition.

Vom 1. bis 4. Dezember wartet auf die Gäste der ehemaligen Steinkohlengrube Julia ein buntes Programm mit Bergmannsparade, Zeitzeugengesprächen, Gottesdiensten und mehr. Mit der "Barbórka" will man auf aktive Art an die jahrhundertelange Bergbautradition in der Region anknüpfen. Den Anfang machen vom 1. bis 3. Dezember Zeitzeugengespräche für die Schüler der Region. Am Barbaratag findet im Anschluss an die Messe in der Schutzengelkirche in Wałbrzych eine große Parade der Bergleute zum Bergbaudenkmal statt. Auf dem Gelände des Schaubergwerks werden alte Barbórka-Traditionen lebendig, wie die Karczma Piwna (Biermusik) für die Herren oder der Babski Comber, das Pedant für die Damen. Am Abend des 4. Dezember gibt es zudem ein Feuertheater sowie ein Konzert des polnischen Fusionprojekts Nervy.
Der letzte Festivaltag bietet wiederum Zeitzeugengespräche und ein Fußballmatch des örtlichen Vereins Górnik Wałbrzych gegen Polonia Leszno. An beiden Tagen findet auf dem Gelände des Bergwerks zudem der Barbaramarkt statt. Große und kleine Besucher können darüber hinaus die Ausstellungen und Installationen der Anlage besichtigen sowie an verschiedenen Spielen und Wettbewerben teilnehmen. Wer Lust hat, kann sich auch mit einem der Bergleute in originaler Feiertagsmontur ablichten lassen.

In der Zeche Julia wurde vom 17. Jahrhundert bis 1996 Steinkohle abgebaut. Einige historische Gebäude werden heute als Ausstellungsräume und für Kulturveranstaltungen genutzt. Neben Ausstellungen zur Geschichte des Bergbaus wird auch zeitgenössische Kunst gezeigt. In einem Teil des Bergwerks entstand ein Besucherstollen; im ehemaligen Maschinengebäude sind zwei rund acht Tonnen schwere Zugmaschinen zu sehen. Zulauf bescherten dem Ausstellungszentrum in jüngster Zeit auch die Berichte über den Fund eines Goldzugs in unterirdischen Stollen bei Waldenburg.

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